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Diskussion

  • *Traum oder verwirklichbar* - die neue Liebe im erfahrenen Lebensalter ?

    von Qrisu aus Liebenau
    02.03.20, 13:52

    Viele Menschen trifft im Laufe ihres Lebens ein schmerzlicher Verlust.  Sei es durch den Tod des Lebenspartners / -partnerin, sei es durch Scheidung und Trennung der Lebensgemeinschaft, oder wie auch immer.

    Nach eingier Zeit, wenn die Phase des Trauerns (bei Tod), oder Ärgers und Frust vorüber ist, erwacht allmählich die Sehnsucht nach einem Neuanfang.  Das Leben muss ja weitergehen.

    Die Suchenden begeben sich in diverse Foren und Partner-Plattformen, und erhoffen sich, dort einen Menschen für eine glückliche Zukunft zu finden.

    Gar nicht so wenigen gelingt dies auch - aber danach folgt leider viel zu oft die Ernüchterung:

    ►Man teilt zwar mit dem gefundenen Menschen den Wunsch nach einem Neuanfang, nach einer neuen Liebe, doch sobald sich eine reelle Chance ergibt, schafft es kaum jemand, diese zu nützen. 

    Viel zu fest ist man im bisherigen Leben verwurzelt, und Loslassen ist zwar ein viel strapaziertes Wort, aber es wirklich zu tun scheint für die Allermeisten schier unmöglich. 

    Die Notlösung ist eine Fernbeziehung, jeder im eigenen Zuhause. Eine zeitlang läuft sie ja, doch sie läuft sich allmählich tot. Das ständige Hin- und Her wird mühsam, bis es versickert. Man macht sich zwar lange vor, glücklich zu sein, doch ganz tief im Inneren fehlt es.

    In unserem Umfeld sind und waren zahlreiche genau solche Fälle am Laufen.

    Wir - Birgit und ich - haben es geschafft. Wir haben am 22. Februar geheiratet, und uns beiden ist kristallklar:  will man die neue wahre Liebe ehrlich leben, bleibt vom bisherigen Leben nichts so wie es war. Wir wissen, ohne die Bereitschaft des vollständigen Loslassens (....) kann es keinen glückseligen Neuanfang geben.

    Wie sind Eure Erfahrungen, Eure Visionen hierzu ? 

    7 Beiträge (zum ältesten Beitrag)
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Beiträge

  • 07.03.20, 19:34

    Mar Bel:

    Spannende Diskussionsgrundlage! Sehr sehr viele Menschen sind davon betroffen!

    Selbst bin ich nach der "Verabschiedung" meines Mannes (schwerer Schlaganfall mit Schwerstbehinderung; nach über 40 Jahren intensiver Partnerschaft) vor 4 Jahren nun im ganz guten Loslösungsprozess und begann schon vor ca. 1 Jahr wieder voll zu leben! Liebesbeziehung gestaltet sich aber als höchst schwierig, obwohl ich sehr bereit bin, ganz neu zu beginnen! Naja, werde schon wieder klar kommen! Wir haben ja tatsächlich alle mehr oder weniger viel in unseren "Lebensrucksäcken" eingepackt, nur wenige schaffen es, dies auch achtsam wieder auszuladen.

    😟

    Ich habe sehr ähnliche Erfahrung und schon drei " Lebensmenschen" durch Tod, schwerer Krankheit verloren. Das letztere mit Schaganfall war ein sehr tiefgehendes Erlebnis,wenn sich ein Mensch mehr oder weniger vom " richtigen Leben" verabschiedet u.nur mehr allein in " seiner Tunnelwelt" leben möchte. Das einzig Gute dabei war,dass man sich langsam abnabeln u.verabschieden kann. Dennoch orientiere u.entscheide ich mich nur an den schönen,erlebnisreichen Momenten der Vergangenh. u.auch für Offenheit auf "Neues" und Schönes in Bezug auf Liebe u.Partnerschaft natürlich mit einem Rucksack an Erfahrung!

  • 07.03.20, 19:27
    ✗ Dieser Inhalt wurde gelöscht.
  • 07.03.20, 17:25

    Ich stimme euch zu! Ich habe selber 2 lange Beziehungen hinter mir, wobei die 2. im

    Vergleich zur 1. nicht unterschiedlicher sein hätte können. Dabei war ich nach der 1.

    Beziehung/Ehe (20 Jahre) ca. 3 Jahre allein, und das war auch wichtig und richtig, um

    ganz abzuschließen. Die 2. Beziehung dauerte 10 Jahre, wobei ich sehr viel gelernt 

    habe, und auch nun immer noch sagen kann: Ich würde mich auch wieder auf eine

    feste Beziehung einlassen. Was riskiert man dabei? Ich finde, auch nicht mehr, als

    bei losen Beziehungen. Man kann verletzt oder verlassen werden, es kann aber auch

    bis ans Ende halten. Wer weiß das schon! :-)

  • ✗ Dieser Inhalt wurde gelöscht.
  • Ich hatte nach zwei langjährigen gescheiterten Ehen eine siebenjährige Fernbeziehung. Wir waren zwar nur eine Stunde voneinander Entfernt und Anfangs war es auch sehr OK für mich.Da ich viel Arbeite und oft erst spät am Abend nach Hause komme,war ich schon sehr froh mich einfach auf die Couch zu legen und niemandem mehr meine Aufmerksamkeit zu geben. Der Nachteil der aus einer Fernbeziehung für mich entstand war der , das ein spontanes treffen nicht wirklich machbar war , ich behaupte zwar noch immer das ich keinen gemeinsamen Haushalt mehr möchte, aber so sicher bin ich mir nicht mehr. Ein zusammenkuscheln am Abend fehlt halt einfach schon. Ich denke auch, wenn es wirklich passt dann überlegt man nicht, dann entsteht wohl von beiden Seiten der Wunsch zusammen Leben zu wollen.

  • 03.03.20, 13:39

    Gratulation! Ich wünsche Euch alles Glück der Welt! Für mich wäre das nichts - ich habe sehr gute Erfahrungen mit getrennten Wohnsitzen gemacht. Man sollte halt nicht zu weit voneinander entfernt wohnen, aber ich brauche meine Freiräume. Dazu gehört natürlich Vertrauen und Wohlwollen, regelmäßiger Kontakt und gemeinsame Interessen.  Aber ich möchte nicht ständig mit jemandem zusammen sein und keinen gemeinsamen Haushalt führen.

    Liebe Grüße 

    Ursula 

  • 02.03.20, 14:33

    Spannende Diskussionsgrundlage! Sehr sehr viele Menschen sind davon betroffen!

    Selbst bin ich nach der "Verabschiedung" meines Mannes (schwerer Schlaganfall mit Schwerstbehinderung; nach über 40 Jahren intensiver Partnerschaft) vor 4 Jahren nun im ganz guten Loslösungsprozess und begann schon vor ca. 1 Jahr wieder voll zu leben! Liebesbeziehung gestaltet sich aber als höchst schwierig, obwohl ich sehr bereit bin, ganz neu zu beginnen! Naja, werde schon wieder klar kommen! Wir haben ja tatsächlich alle mehr oder weniger viel in unseren "Lebensrucksäcken" eingepackt, nur wenige schaffen es, dies auch achtsam wieder auszuladen.

    😟