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  • Vorbereitet sein (Blackout)

    Diskussion · 78 Beiträge · 8 Gefällt mir · 854 Aufrufe
    Alfred aus Gerasdorf
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    Ich bin beileibe kein "Prepper" (von: preparedness ... vorbereitet sein). Trotzdem lohnt es sich doch, einige Gedanken an das "was wäre wenn" zu "verschwenden". Unsere Gesellschaft hat einen hohen Grad an Sicherheit erreicht, und wir brauchen uns keine Gedanken mehr um unsere persönliche Sicherheit zu machen. Wir können also den Schlaf des Gerechten schlafen. Aber ist das wirklich so?

    Eines der Szenarien die in den letzten Jahren mehr und mehr durch die wissenschaftliche Szene heraufbeschworen wird, ist der Blackout. Was versteht man darunter? Einfach gesagt ... in Europa wird's finster.

    Woran liegt das? Nun, diese Szenarien gibt es schon relativ lang. Sie sind erstmals im Zuge der Privatisierung aufgekommen, und wurden durch einige Ereignisse in den USA bestätigt, dass Energieerzeugung staatliche Regulierung braucht, um technischen Verfall und dadurch weitreichende Stromausfälle zu vermeiden. Ein Zustand, den wir in Europa Gott sei Dank haben. Allerdings wird das immer mehr in Frage gestellt. Nun haben wir aber eine deutsche Politik, die sich "grün" wichtig macht, und die "Energiewende" herbeiführen will.

    Der Erfolg dieser Politik ist ein nahezu ungebremster (weil staatlich geförderter) Ausbau von Sonnen- und Windkraftanlagen. Allerdings spricht man in manchen Kreisen hierbei von "Zappelstrom" ... im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die einmal gestartet konstant Energie liefern, ist die Energielieferung von "grünen" Anlagen kaum kontrollierbar. Der Erfolg ist, dass bereits heute Deutschland mit hohen Kosten überschüssigen Strom ans Ausland exportieren muss, wenn die Anlagen zu viel Strom produzieren (was natürlich im Sinne der Betreiber ist), und zu anderen Zeiten (Nacht, Windstille) teuren Strom importieren muss.

    Was hat das nun alles mit einem Blackout zu tun?

    Das Netz lebt von der konstanten Einhaltung der Netzfrequenz von 50Hz, die im gesamten Netz (durch die europäische Vernetzung von der Nordsee bis nach Marokko und die Türkei) konstant und synchron sein muss. Ansonsten fließen Ausgleichsströme durch die Leitungen, und es kommt zum Ausfall ganzer Starkstromtrassen und daraufhin zu nationalen Zusammenbrüchen der Stromversorgung.

    D.h., wird in Deutschland der "Zappelstrom" weiterhin so ausgebaut wie bisher, dann steigt mit jedem Ausbau und mit der Größe der Kraftwerke die Wahrscheinlichkeit für einen Blackout. Dieser kann regional sein, kann aber auch ganz Europa betreffen.

    Womit wir endlich beim Thema dieses Artikels wären. Egal was uns triffft, ob es ein Blackout ist, ein Meteor die Erde trifft, ein Vulkan ausbricht oder es enfach in der freundlichen Fabrik nebenan oder beim Nachbarn brennt ... wie haben wir vorgesorgt? Nicht für den Fall, wo irgendeine Versicherung den materiellen Schaden ersetzt, sondern wo es wirklich ums Überleben geht.

    Warum?

    Gerade der Blackout ist ein sehr wahrscheinliches Szenario, in dem wir es nur der Schnelligkeit und Umsicht der jeweiligen Netzbetreiber verdanken können, wenn der Schaden so gering wie möglich gehalten wird.

    Na ja, wird man sagen, Stromausfall ... ich hab' eh Kerzen zu Hause. Nun, so lauschig ist es nicht. Berechnungen deuten darauf hin, dass bei einem europaweiten Stromausfall mehrere Tage vergehen, bis Inselbetriebe wieder funktionieren, in Europa wieder ein funktionierendes Stromnetz herzustellen kann 14+ Tage in Anspruch nehmen.

    Was essen wir in dieser Zeit (Supermärkte bringen nicht einmal mehr die Türen auf, keine Kassa funktioniert mehr)? Wo bekommen wir Wasser (die Wasserversorgungen sind auf elektrische Pumpen angewiesen)? Womit heizen wir (im Winter), womit kühlen wir (im Sommer) unsere Lebensmittelvorräte? Womit und wohin spülen wir unsere Exkremente weg?

    Stellt euch selber die Frage ... wenn jetzt in diesem Moment der Strom ausfallen würde, wie lange könntet ihr dann mit den vorhandenen Mitteln überleben?

    Egal was passiert und wie es passiert ... es macht doch Sinn, sich einmal Gedanken darüber zu machen. Wie schnell habe ich meine Dokumente griffbereit? Für wie lange Zeit habe ich Vorräte? Wohin kann ich gehen, mit wem kann ich mich zusammenschließen, und vor allem, wie stelle ich das an, wenn ich kein Benzin mehr bekomme, keine Kommunikation mehr funktioniert (Handykommunikation ... ein paar Stunden)? Was ist, wenn ich einfach nur weg muss, weil die giftigen Dämpfe der freundlichen Lackfabrik von nebenan grade durch einen Brand durch meine Räumlichkeiten wallen. Wie schütze ich mich gegen solche Fälle?

    Ein paar Gedanken dazu können hier im wahrsten Sinne lebensrettend sein!

    12.10.19, 17:39

Beiträge

  • 18.10.19, 23:42

    Ingrid:

    die Welt wird nicht untergehen.....

    Doch.

    Die Sonne leuchtet noch fünf Milliarden Jahre so weiter wie jetzt. Dann ist der Wasserstoff verbraucht, der Kern kollabiert. Die Hülle dehnt sich aus, die Sonne wird zum roten Riesen, allerspätestens dann wird die Erde unbewohnbar.

    Ingrid:

    Aber Mensch richtet sich selbst zugrunde....

    Soll er ja auch.

    Im Zuge der Evolution ist ein vernünftiger Regelkreis entstanden der folgendes bewirkt:

    Wenn die Anzahl der Individuen einer Spezies die ökologische Tragfähigkeit ihres Lebensraums überschreitet, geht die Fertilität von selbst zurück.

    Der Rückgang der Fruchtbarkeit beruht nicht nur auf den schädlichen Umwelteinflüssen, sondern auch auf einem natürlichen Mechanismus, der die Überbevölkerung eindämmen soll.

    Und dann kommen so gewissenlose Frankenstein-Mediziner und machen den Frauen aus Profitgier künstliche Kinder.

    Denen sollte man das Handwerk legen.

    Manchmal kommen mir die Umweltschützer vor, wie Grisu der kleine Drache, der Feuerwehrmann werden will aber mit seinem feurigen Atem alles abfackelt.

    Man hört immer wieder: „Ich will die Erde für meine vier Kinder und neun Enkel erhalten“. Hätten sich alle Menschen weltweit auf ein Kind und einen Enkel beschränkt, hätten die Selbstheilungsmechanismen des globalen Öko- und Klimasystems kein Problem, mit den Auswirkungen der Menschheit fertigzuwerden.

    Zum Vorteil der Natur und zum Vorteil der Menschheit.

  • 18.10.19, 15:03

    Ingo:


    erkennt in diesem Artikel https://kurier.at/kolumnen/weltuntergang/400649057 eine typische Eigenschaft unserer heutigen vorwiegend hedonistisch geprägten All-inklusiv-Ich-zuerst-Gesellschaft. Alles Denken und Tun spielt sich im Hier und Jetzt ab - es hat permanente Party zu herrschen!

    Wenn nur die Parallelen zum Niedergang Roms nicht so augenfällig wären. Brot und Spiele, für die Sicherheit relevante Funktionen anderen überlassen ... wir wiedeholen genau das gleiche Spiel. Anscheiend sind 1000 Jahre eine natürliche Grenzen für eine "moderne" Zivilisation, wo sie ihre Überlebensfähigkeit verliert.

  • 18.10.19, 08:25

    Ludwig:


    Kolumne von Birgit Braunrath im heutigen Kurier.


    die Welt wird nicht untergehen.....

    Aber Mensch richtet sich selbst zugrunde.... und wenn es nur so ist, dass er sich zu Tode frisst, nur noch herumsteht und sitzt und im INternte sich "bewegt", sein Gehrin verstrahlt, beim Selfie vom Berg stürzt, Medikamente zu Hauf schluckt, die Natur zerstört......

    reicht eigentlich schon ?!?!?

  • 18.10.19, 08:22


    yep - ist leider so Ingo .............

  • 18.10.19, 07:17 - Zuletzt bearbeitet 18.10.19, 07:23.


    erkennt in diesem Artikel https://kurier.at/kolumnen/weltuntergang/400649057 eine typische Eigenschaft unserer heutigen vorwiegend hedonistisch geprägten All-inklusiv-Ich-zuerst-Gesellschaft. Alles Denken und Tun spielt sich im Hier und Jetzt ab - es hat permanente Party zu herrschen!

    Gedanken an Vergangenes - wie z.B. Selbstreflektion bzw. Lernen aus Geschehenem - hat für viele Menschen den Charakter der Zeitverschwendung. Vorbereitungen und Vorkehrungen die Zukunft betreffend natürlich ebenfalls. Über Menschen, die hier anders denken und sich nicht ganz auf dem falschen Fuß überraschen lassen wollen, wird bestenfalls gelacht, wenn nicht sogar der heutzutage ach so beliebte Shitstorm entfacht. Da wird lieber wochentags kollektiv mit dem medial verordneten Mainstream für Dummheiten und eine öko-marxistische Kulturrevolution in Europa gehüpft, als dass man konkret etwas Sinnvolles für das eigene Überleben/Wohlbefinden in Krisensituationen unternehmen würde. Jaja, es kommt ja eh der Komet und die Welt geht im Fegefeuer des Klimawandels unter... Wenn’s dann soweit ist, ruft mich am Handy an – ich bin derweilen auf den Malediven Golf spielen und Cocktails schlürfen… Und wenn nicht, hat mich gefälligst der Staat mit allem Gewünschten zu versorgen. Wozu also auch nur irgendetwas selber tun?

    Wenn dann einmal etwas Unerwartetes geschehen sollte, wird kollektiv gejammert und die öffentliche Hand (Bund, Länder, Gemeinden, Behörden, Einsatzorganisationen) in die Pflicht genommen. Und wie selbstverständlich über deren völliges Unvermögen geschimpft. Die Eigenverantwortung wird dabei hartnäckig negiert. Es sind ja immer nur "die Anderen" die Dummen und Bösen.

  • 17.10.19, 23:06


    Kolumne von Birgit Braunrath im heutigen Kurier.

  • 17.10.19, 20:29


    spannendes Thema lieber Alfred !

    Vor einigen Tagen ist NUR das Telefon für einige Stunden nicht gegangen (vor allem die Notrufnummern). Das war ein ziemliche Tohuwabohu .......

    Bei einem Blackout würde es m.E. zu Massenhysterien kommen (schon alleine, weil die Handys tot wären, sobald der Akku leer ist ..... aber Spass beiseite). Geschäfte würden geplündert werden - da geb ich Alfred absolut recht.

    Am allerschlimmsten wäre es wohl mit unseren ach so praktischen Wasser-Spül-Toiletten. Wir würden innerhalb von wenigen Tagen im Dreck versinken. Die Ratten würden das ihrige tun.....

    Fazit: jeder Einzelne ist schon jetzt (ohne Smart-Wohnung, selbstfahrenden Autos, etc) so sehr von  Versorgung abhängig.......kaum jemand lebt noch wirklich autark.

    Mit Gleichgesinnten beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit dem Thema eines vollkommen autarken LEbens......very interesting :-)

    Gruß

    Ingrid

  • 16.10.19, 02:51

    Ludwig:

    Alfred:

    .... ein Meteor die Erde trifft,

    .... ein Vulkan ausbricht

    Das sind Ereignisse, vor denen wir lange genug vorher gewarnt werden, um uns dann zu überlegen, was zu tun ist.

    Glaubst Du das wirklich? Wenn ein Meteor mehr als nur ein nettes Feuerwerk am Himmel ist, dann ist das Problem das Gleiche ... die Leute die nichts haben gehen zuerst mal plündern. Und ob wir im Ernstfall wirklich rechtzeitig gewarnt werden - natürlich nur um keine Panik auszulösen -, das bleibt abzuwarten.

    Alfred:

    .... ob es ein Blackout ist

    Überlegungen, wie man das übersteht, ohne vorher vorbereitet gewesen zu sein, habe ich hier schon angestellt.

    Mir fallen zwei Arten von lokal begrenzten Katastrophen ein, die Wien in den letzten Jahren getroffen haben:

    Gasexplosionen und Großbrände.

    Gegenüber einer Gasexplosion beim Nachbarn kannst Du als Stadtbewohner nicht vorsorgen.

    Wenn es in Deinem Haus kracht, kommst Du erst nachher drauf, daß es gekracht hat. Keine Vorwarnzeit. Wenn Du noch lebst, und verletzt bist, kommst Du ins Spital, wenn Du unverletzt bist bekommst Du vielleicht psychologische Betreuung.

    Bei einem Feuer, wenn es nicht in Deiner Wohnung brennt, hast Du ein paar Minuten Vorwarnzeit.

    Und, was machst Du dann, ausser panisch durch die Gegend zu rennen?

    In beiden Fällen ist zwei Gassen weiter ist die Welt noch in Ordnung, Du wirst irgendwo unterkommen, Du wirst Zugang zu Nahrungsmitteln bekommen, Du brauchst keine Vorräte.

    Trotzdem musst Du deine Dokumente und Wertsachen griffbereit haben. Mindestens 95% der Menschen haben das sicher nicht.

    Vielleicht verlierst Du Dein Hab und Gut.

    Deine Sachen vorsorglich jetzt schon woanders unterzubringen hilft nichts, weil Du ja nicht weißt, ob es nicht woanders zuerst brennt.

    Ich kann z.B. wesentliche Dinge in Banksafes unterbringen. Dokumentenkopien, Besitzurkunden, Verträge etc.

    Mich stört nicht, wenn die Leute rund um mich in vernünftigem Umfang Vorräte anlegen. Es hat aber zur Folge, wegwerfen will man ja nichts, daß man die haltbaren Sachen kurz vor dem Ablaufdatum aufessen muß, statt Frisches zu essen, was schmackhafter und gesünder wäre.

    Ich hoffe sehr, daß die Betreiber meiner Lieblingsrestaurants ihren Gästen die "Ablaufdatumparty" nicht vorsetzen.

    Das ist allerdings ein Problem. Und ich habe damit auch Probleme. Alleine mit dem Aufwand, dauernd Lebensmittel überprüfen zu müssen, ob sie noch haltbar sind. Nach meinen Tests komme ich aber 14 Tage mit den normalen Vorräten zu Hause aus. D.h. wenn es mich nicht grade vor dem Einkaufen trifft, habe ich statistisch gesehen mindestens 7 Tage Nahrung immer zu Hause. Wasser schaut allerdings schlecht aus.

    Die richtigen "Prepper", für die die Vorbereitung auf die Endzeit Lebensinhalt ist, verursachen mir schon ein mulmiges Gefühl. Besonders diejenigen unter ihnen, die sich Runen auf den kahlrasierten Schädel tätowieren lassen.

    Wenn irgend etwas eintritt, was sie für eine Katastrophe halten, werden sie sich für befähigt, befugt und berechtigt halten, das Ruder in die Hand zu nehmen, da sie ja über die nötigen Hilfsmittel und Kenntnisse verfügen. Und genau das will ich nicht.

    Nachdem Europa schon lange entwaffnet wurde, um das Volk leichter über den Tisch ziehen zu können, ohne dass es sich wehrt, werden aber genau diese Leute die einzigen sein die Waffen haben ... und damit auch die Gewalt auf ihrer Seite.

    P.S.: Mich wundert, daß hier noch niemand über den möglichen Supergau im benachbarten Kernkraftwerk geschrieben hat.

    Weil da dein eigenes Argument zieht ... Du hast Zeit. Selbst Fukushima hat 2 Tage gebraucht um durchzugehen. Und auf viel mehr als Verstrahlung haben wir in Österreich sowieso keine Chance, ohne eigene Atomkraftwerke (die aber wieder kommen könnten).

    Aber grundsätzlich hast Du recht, ist natürlich ein Thema. Allerdings genauso ein langfristiges wie ein Vulkanausbruch, nur dass die ersten Tage leichter zu überleben sind.

  • 16.10.19, 01:43

    Alfred:

    .... ein Meteor die Erde trifft,

    .... ein Vulkan ausbricht

    Das sind Ereignisse, vor denen wir lange genug vorher gewarnt werden, um uns dann zu überlegen, was zu tun ist.

    Alfred:

    .... ob es ein Blackout ist

    Überlegungen, wie man das übersteht, ohne vorher vorbereitet gewesen zu sein, habe ich hier schon angestellt.

    Mir fallen zwei Arten von lokal begrenzten Katastrophen ein, die Wien in den letzten Jahren getroffen haben:

    Gasexplosionen und Großbrände.

    Gegenüber einer Gasexplosion beim Nachbarn kannst Du als Stadtbewohner nicht vorsorgen.

    Wenn es in Deinem Haus kracht, kommst Du erst nachher drauf, daß es gekracht hat. Keine Vorwarnzeit. Wenn Du noch lebst, und verletzt bist, kommst Du ins Spital, wenn Du unverletzt bist bekommst Du vielleicht psychologische Betreuung.

    Bei einem Feuer, wenn es nicht in Deiner Wohnung brennt, hast Du ein paar Minuten Vorwarnzeit.

    In beiden Fällen ist zwei Gassen weiter ist die Welt noch in Ordnung, Du wirst irgendwo unterkommen, Du wirst Zugang zu Nahrungsmitteln bekommen, Du brauchst keine Vorräte.

    Vielleicht verlierst Du Dein Hab und Gut.

    Deine Sachen vorsorglich jetzt schon woanders unterzubringen hilft nichts, weil Du ja nicht weißt, ob es nicht woanders zuerst brennt.

    Mich stört nicht, wenn die Leute rund um mich in vernünftigem Umfang Vorräte anlegen. Es hat aber zur Folge, wegwerfen will man ja nichts, daß man die haltbaren Sachen kurz vor dem Ablaufdatum aufessen muß, statt Frisches zu essen, was schmackhafter und gesünder wäre.

    Ich hoffe sehr, daß die Betreiber meiner Lieblingsrestaurants ihren Gästen die "Ablaufdatumparty" nicht vorsetzen.

    Die richtigen "Prepper", für die die Vorbereitung auf die Endzeit Lebensinhalt ist, verursachen mir schon ein mulmiges Gefühl. Besonders diejenigen unter ihnen, die sich Runen auf den kahlrasierten Schädel tätowieren lassen.

    Wenn irgend etwas eintritt, was sie für eine Katastrophe halten, werden sie sich für befähigt, befugt und berechtigt halten, das Ruder in die Hand zu nehmen, da sie ja über die nötigen Hilfsmittel und Kenntnisse verfügen. Und genau das will ich nicht.

     

    P.S.: Mich wundert, daß hier noch niemand über den möglichen Supergau im benachbarten Kernkraftwerk geschrieben hat.

  • 16.10.19, 00:27 - Zuletzt bearbeitet 16.10.19, 00:28.

    Alfred:

    Alfred:

     .... ein Meteor die Erde trifft,

    Ludwig: Die Astronomen sind zuversichtlich, daß im nächsten Jahrzehnt mit keinem größeren Objekt zu rechnen ist.

    Trotzdem sind sich die Astronomen weitgehend einig, dass in den nächsten 100 Jahren etwa 4 Kandidaten in Frage kommen können (der nächste denke ich so 2032) .

    Wir sind uns also einig. Wenn, dann frühestens im übernächsten Jahrzehnt.

    Ich nehme an, Du meinst 2013 TV135.

    Aber ist Dir klar, wie gering die Wahrscheinlichkeit eines Treffers ist? 1 zu 19000!  Das entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 99,9946 Prozent, dass der Asteroid die Erde nicht trifft.

    Ein Modell der Erdbahn mit der Sonne im Brennpunkt im Maßstab von 1 : 3 Milliarden würde fast auf ein Fußballfeld passen. Die Sonne hätte einen Durchmesser von einem halben Meter, die Erdbahn hätte 50 m, die Erde 4,5 mm Durchmesser.

    Die Summe aller möglichen Aufenthaltsorte der Erde ist also ein viereinhalb Millimeter dicker Schlauch rund ums Fußballfeld. Wenn der Wind ein Sandkorn über das Fußballfeld weht, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß es den Schlauch trifft? Und selbst wenn, das Zeitfenster, in dem die Erde gerade am Treffpunkt sein müßte, beträgt siebeneinhalb Minuten. Trifft das Sandkorn die Erdbahn früher, oder später, ist die Erde gerade nicht da.

    Wir kennen die Bahn, aber nicht genau genug für eine Vorhersage zum jetzigen Zeitpunkt. Asteroiden, Meteoriden etc. .... haben meist eine Bahngeschwindigkeit von einem bis zu zweihundert Kilometern in der Sekunde. Bis 2032 sind es ca. 20498400000 Sekunden. Nehmen wir für unsere Milchmädchenrechnung einen Mittelwert von 50 km/s an so wäre eine einmalige Winkelabweichung von 2 mm pro km der Unterschied zwischen treffen und verfehlen.

    So genau können die Bahndaten nicht bestimmt werden.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß eine jetzt angestellte Berechnung verbindlich zutrifft, ist so klein, daß Du mit den Nullen, die Du zwischen dem Komma und der ersten Ziffer brauchst, sämtliche Klotüren der Welt beschriften könntest.

    Alfred: ... und wir kennen noch nicht alle (potentiell gefährlichen) Objekte, sondern maximal etwa 10%.

    Wir werden rechtzeitig davon erfahren.

    Nacht für Nacht lauern, zusätzlich zu den offiziellen Sternwarten und den astronomischen Beobachtungssateliten, auch noch tausende von Amateuren an ihren Teleskopen und Rechnern, um neue Objekte zu entdecken. Nicht etwa um die Welt zu retten, sondern um dem Körperchen ihren Namen zu geben.

    (nochmals) Alfred:

    Trotzdem sind sich die Astronomen weitgehend einig, dass in den nächsten 100 Jahren etwa 4 Kandidaten in Frage kommen können (der nächste denke ich so 2032) .

    Wenn mit zunehmender Kenntnis der Bahndaten die Wahrscheinlichkeit nicht (wie erwartet) noch geringer eingeschätzt wird, sondern größer, hat die NASA noch das Projekt „Hammer“ im Talon.

    Der Brocken soll abgelenkt werden. Nicht wirklich um die Welt zu retten, "America first", die handeln aus Eigennutz. Daß auch wir gerettet werden ist eher ein Kollateralschaden.

    Vielleicht schießt auch der Herr Musk zu Werbezwecken einen Tesla hinauf, der den Astroiden elektrisch ablenkt ;-)

    Wie auch immer, wenn ein größerer Brocken Europa trifft, ist es egal, ob die Vorräte im Supermarkt verdampfen, oder in Deiner Speisekammer. Wenn er weit weg einschlägt, werden wir über Jahre hinweg langsam aussterben, wie einst die Saurier. Ein Keller voller Vorräte kann Dir helfen, mit dem Aussterben sechs Wochen später zu beginnen. Für den Fall, daß Dir das wichtig ist.

  • 15.10.19, 05:20


    Ja, danke, Stefan kenne ich, der macht tolle Videos. Hier z.B. eine sehr schnell zu sehende Zusammenfassung zum Blackout:

    https://youtu.be/nqX6p1ox9c4

    Aber wie gesagt, Blackout sollte im Denken nicht das Einzige sein ... es gibt auch andere Bedrohungen auf die schnell reagiert werden muss und wo Vorsorge notwendig ist, um einfach die ersten Tage zu überleben.

  • 14.10.19, 17:53

    @Alfred

    Bitte gerne!

    In sehr vielen Dingen gebe ich dir vollkommen recht. Man sollte darüber nachdenken und ins Tun kommen. Ich selbst beschäftige mich allerdings - trotz artverwandtem "einschlägigen" Beruf - erst seit kurzem mit Preparedness und Survival (als Privatperson). Deshalb habe ich auch damit begonnen, mir einen sog. "BOB" (Fluchtrucksack - bugout bag) zusammenzustellen. Der Teufel schläft bekanntlich nie. Manchmal kann es schnell gehen, die eigenen vier Wände verlassen zu müssen. Und sei's "nur" für eine  Bombenentschärfung. 

    Solltest du dich bzw. andere MitleserInnen dazu (und auch zu anderen Themen wie Blackout, Notversorgung etc.) näher informieren wollen, möchte ich auf "Outdoor Chiemgau" auf Youtube verweisen. Stefan, der Macher der dortigen Videos ist Reservist bei der Bundeswehr, Helfer beim THW und selber praktizierender Bushcrafter. Obendrein scheint er in Sachen Blackout sehr gut informiert zu sein - schätze mal, dass er Elektriker oder Elektrotechniker gelernt hat. 

  • 14.10.19, 16:58


    @Ingo:

    Danke für die Links ... sind auf jeden Fall wichtig.

    Dass Prepper Spinner oder Rechtsextreme sind, ist natürlich absoluter Unsinn. Es mögen einige dabei sein, weil manche Themen natürlich auch anziehend für Extremisten (links wie rechts) sind. Letztlich geht es aber nicht um Ideologie, sondern simpel um das persönliche Überleben.

    Was allerdings alle Zivilschutzverbände auch ignorieren ... an sich sind diese Notfallvorräte ja nur als Überbrückung vorgesehen, bis die staatliche Hilfe anläuft. D.h. es ist mal eine wesentlicher Aspekt ... selbst wenn ich auf staatliche Hilfe vertrauen möchte, wird es Tage dauern, bis diese anläuft ... gerade in einem Krisenfall in dem das ganze Land betroffen ist.

    Das macht den Fall Blackout ja so kritisch ... dass hier keine staatliche Hilfe anlaufen wird. Denn binnen weniger Tage werden Plünderungen beginnen, weil die Leute die nicht vorbereitet sind dann einfach ohne Ressorcen da stehen. D.h. die Sicherheitsbehörden werden mit der Sicherung der wichtigsten Einrichtungen beschäftigt sein, und sämtliche Hilfsorganisationen werden zerfallen, weil sie ihre eigenen Familien versorgen und schützen müssen.

    Aber selbst wenn wir nicht nur über das worst case Szenario Blackout nachdenken, gibt's eben trotzdem genug Dinge über die es sich lohnt nachzudenken.

    Wenn's beim Nachbarn brennt ... egal warum ich aus der Wohnung muss (Erdrutsch, Hochwasser, Erdbeben, Bombendfund) ... wie schnell habe ich meine Dokumente? Welche Wertsachen möchte ich mitnehmen, wenn ich die Wohnung verlassen muss? Wohin gehe ich dann, und womit?

    Wenn's einen Chemieunfall gibt (und das kann ein Laster auf der Straße sein) ... wie kann ich mich gegen Chemiegase schützen? Wie kann ich die Wohnung abdichten, wo muss ich überhaupt abdichten? Was brauche ich zum Abdichten?

    Es sind ganz simple Fragen, die eigentlich individuell auch recht simpel zu beantworten sind. Man muss sie sich eben nur einmal stellen. Und dafür ist jeder selber verantwortlich. Denn eine staatliche Hilfe (soferne sie überhaupt kommt) rechnet eben mit dem breitflächigen Erhalt möglichst vieler Leben ... das muss nicht unbedingt das eigene sein.

  • 14.10.19, 08:43 - Zuletzt bearbeitet 14.10.19, 08:55.

    hat gehört: "Prepper" - d.h. alle, die mehr als ein Sixpack Mineralwasser und mehr als 2 kg Nudeln oder Reis zu Hause "eingelagert" haben - sind gefährliche rechtsradikale, gewöhnlich auch schwer bewaffnete Spinner und völlig verdummte Weltuntergangsfanatiker (Stichwort Doomsday). Von sonstigen Vorbereitungen für den Krisenfall ganz zu schweigen. Sagt man ja landläufig bzw. in Kreisen von "Aktivisten", die zwar gerne "autonom" bleiben möchten, sich aber sich ansonsten völlig auf den Staat und dessen All-inklusiv-Versorgung verlassen...

    Die Diskrepanz zwischen Theorie und gelebter Praxis sieht man bestens anhand der deutschen Behörden. Einerseits möchte das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe), dass die Bevölkerung Vorräte für mehrere Tage - z.B. für einen großflächigen und lang anhaltenden Stromausfall - sog. "Blackout") anlegt, andererseits überlegt (zumindest) der Bayerische Verfassungsschutz auf Betreiben der ortansässigen Politik bekennende/bekannte Prepper unter Beobachtung zu stellen, weil staatsfeindliche und/oder reichsbürgerliche Umtriebe vermutet werden.

    Literaturempfehlungen zum Thema "Blackout" (sofern nicht bekannt):

    https://www.amazon.de/BLACKOUT-Morgen-ist-sp%C3%A4t-Roman/dp/3442380294/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Blackout&qid=1571034626&sr=8-1

    https://www.amazon.de/einem-Blackout-geschieht-langandauernden-Technikfolgen-Absch%C3%A4tzung/dp/B015YMWJDE/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Technikfolgenabsch%C3%A4tzung+Blackout&qid=1571034780&sr=8-1

    https://www.amazon.de/Bedrohung-Blackout-Wahrscheinlichkeit-Risiken-Vorsorge/dp/3864455979/ref=sr_1_2?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=Blackout&qid=1571034653&sr=8-2

    Ratgeber des deutschen BBK für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen:

    https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Buergerinformationen_A4/Ratgeber_Brosch.pdf?__blob=publicationFile

    Österreichischer Zivilschutzverband - Broschüre "KRISENFESTER HAUSHALT"

    http://zivilschutzverband.at/media/file/49_Bevorraten_V1_web.pdf

  • 14.10.19, 03:10

    Alfred:

    Und nein, die Frequenz ist im Netz nicht konstant, sondern bewegt sich je nach verfügbarer Energie und Last in einem maximal zulässigen Bereich von +/- 2%. Genau dann muss nämlich nachgeregelt werden, und Leistung ans Netz oder vom Netz.

    Daß die Frequenz mit zunehmender Last runtergeht, liegt daran, daß noch in allen konventionellen Anlagen (Wasser, Kohle/Gas, Kernkraft) Synchrongeneratoren laufen. Je höher der Anteil, der aus Wechselrichtern eingespeist wird, um so einfacher ist es, die Frequenz lastunabhängig konstant zu halten.

    Alfred:

    Glücklich die, die noch nicht wie Österreich die Nachtspeicherheizungen abgeschafft haben, und darüber den Strom verbrennen können

    Der nächtliche Rückgang beim Verbrauch ist schon lange nicht so groß, wie in den Fünfzigerjahren, der Hochblüte der Nachtspeicher. Die nebenbei alle mit Asbest vollgestopft waren.

    Heute decken viele Haushalte ihren Eigenbedarf tagsüber mit Solarpanelen und beziehen nachts Strom aus dem Netz. Damit bügeln sie die Senke, die Gewerbe und Industrie verursachen, zum Teil wieder aus. Auch die Gewohnheiten der Endverbraucher haben sich geändert. Wir beide sind Paradebeispiele, wir schreiben unsere Beiträge nachts und lassen die Serverfarmen glühen.

    Alfred:

    ... sondern nur mal drüber nachzudenken ....

    Mach ich doch die ganze Zeit! ;-)

    Vorab, ich bin überzeugt, daß innerhalb meiner restlichen Lebenserwartung weder ein Vulkan, noch ein Meteor meine Lebensqualität bedrohen werden.

    Ich halte einen Stromausfall, der länger als ein paar Stunden dauert, innerhalb der nächsten 10 Jahre für extrem unwahrscheinlich. Wie es später weitergeht, wenn Deutschland den längst überfälligen Ausstieg aus der Braunkohle durchzieht, ist für mich nicht vorhersehbar und wird sicher in erster Linie davon abhängen, ob es den Allesverhinderern gelingt, den Ausbau von Stromtrassen zu vereiteln.

    Ich bin ferner überzeugt, daß Du (Alfred) den Thread in erster Linie gestartet hast, um Deiner Skepsis gegenüber Windrädern Ausdruck zu verleihen ( als "Don Quijote" von Gerasdorf?  ;-)  ).

    Ich bleibe beim Thema "14 Tage Blackout überleben" und spiele das jetzt für mich in Gedanken durch.

    Nehmen wir an, der Strom fällt aus, sobald ich diesen Beitrag fertiggeschrieben habe, vorher bitte nicht, sonst hab ich umsonst getippt.

    Ich habe keinerlei Vorbereitungen getroffen, muß also mit dem auskommen, was sowieso da ist.

    Es ist finster, der Vollmond hilft mir wegen der zähen Hochnebeldecke wenig, aber ich habe mehrere Taschenlampen in der Wohnung, von denen ich jedenfalls die Erste nach dem Tastsinn finde.

    Ich hab eine Handvoll halbwegs geladener AA Akkus und eine fast volle Packung Duracell Alkaline Batterien. Und 5 USB Powerbänke verschiedener Kapazitäten, die auch im letzen Monat nachgeladen wurden. Also im Finsteren sitz ich vorerst nicht.

    Den Telefonakku hab ich letzte Nacht geladen, den Reserveakku vor einigen Wochen, solange es Netz gibt, kann ich telefonieren.

    Alfred:

    Das UKW-Radio (kurbelbetrieben ist besser, denn meistens sind Batterien genau dann leer, wenn man sie braucht) ist nur Informationsmedium.

    Batterien hab ich, wie gesagt, genug. Und dann ist da noch ein Akku im Motorroller, den kann ich sogar nachladen, solange der Roller Sprit hat.

    Alfred:

    Es ist aber kein Kommunikationsmedium.

    Ich könnte es mit dem alten Handfunkgerät probieren, das ich aus Sentimentalität aufgehoben habe. Betreiben darf ich es zwar nicht mehr, aber im Krisenfall ?? ....

    Meine Freunde wissen auch noch, auf welcher Frequenz wir damals kommuniziert haben.

    Ich mach mir aber wenig Hoffnungen, daß die Reichweite ausreicht.

    Bleibt das Fahrrad als bevorzugtes Kommunikationsmedium.

    Alfred:

    Und wo nimmst Du deine Flüssigkeit her, wenn es kein Wasser mehr gibt?

    Ich gehe einmal davon aus, daß das Wasser noch ein paar Tage fließt. Wenn nicht, ich habe einen 60 Liter Heißwasserspeicher in der Wohnung, und weiß auch, wie ich das Wasser herausbekomme, wenn die Wasserleitung nichts mehr liefert. In der Klospülung sind auch noch ein paar Liter, ich werde also, solange der Strom ausbleibt, vor jedem Spülen schauen, ob das Wasser noch fließt und wenn nicht, dann auch dem Vorrat im Spülkasten als Trinkwasser erhalten. Ich hab auch noch 4 volle 1,5 l Mineralwasserflaschen. Verdursten werde ich also in 2 Wochen sicher nicht.

    Bei länger anhaltenden Versorgungsausfällen würde ich riskieren, Wasser aus dem Entlastungsgerinne oder der alten Donau zu trinken. Und waschen kann ich mich damit auf jeden Fall. Ob ich ein paar Tropfen Dan-Klorix zugeben würde, überleg ich mir noch. Auf der Donauinsel gibt es noch diese Fischtreppe, in der soll die Wasserqualität besonders gut sein.

    Alfred:

     .... Womit heizen wir (im Winter)

    Ich glaube nicht, daß in Wien bei einem Stromausfall automatisch auch das Gas wegbleibt. Ich habe einen altmodischen Gasherd und einen ebenso altmodischen Gaskonvektor, die beide ohne Stromanschluß funktionieren, ich könnte also kochen, und wenn Winter wäre, auch heizen.

    Wenn das Gas wegbleibt, hab ich auch noch eine Gaslötlampe mit Reservekartusche, damit kann ich einige Mahlzeiten kochen.

    Ludwig: Ein paar Tage mit Thermounterwäsche und Wintermantel beim Küchentisch zu sitzen .....

    Alfred:

    Bei vielleicht -10 oder -20 Grad?

    Ich habe verschiedenste Thermounterwäsche und auch einen Thermooverall, wie ihn Kühlhausarbeiter verwenden. Ich bin damit zum Elefantentreffen gefahren, ohne zu frieren, also wird es auch in der Wohnung funktionieren, wo wenigstens der Fahrtwind wegfällt.

    Der Expeditionsschlafsack, in dem ich beim Elefantentreffen im Freien geschlafen habe, ist auch noch da, und zusätzlich 4 Daunenbettdecken. Nein, ich werde nicht frieren!

    Alfred:

    Viel Spaß.

    Von Spaß war keine Rede.

    Alfred:

    Das reale Szenario wird eher sein, dass die Supermärkte mal geschlossen halten,

    Der Inhalt des Kühlschrankes reicht noch für einen Tag. Das vorhandene Brot für 3 Tage. Aber, ich habe über 20 Packerlsuppen (die waren vor kurzem im Sonderangebot), ein paar Suppenwürfeln, und eine fast volle Packung Suppennudeln. Ich habe je einen angebrochenen Sack von dreierlei Teigwaren, ich habe 2 Sorten Reis und ein Bißchen Couscous. Reis und Teigwaren kann man auch in kaltem Wasser quellen lassen, wenn keine Möglichkeit mehr zum Kochen besteht, Packerlsuppen auch. Dann sind noch Suppengrün und Küchenkräuter da, beides gefriergetrocknet.

    Ich habe Honig, ich habe Würfelzucker, ich habe gemahlenen Kaffee, damit sind auch Energielieferanten im Haus.

    Ich hab 2 Gulaschdosen, eine Chilidose, eine Fischdose und eine Dose Erbsen.

    Das wird zwar alles keine Haubenküche, aber verhungern werd ich nicht.

    Alfred: Aber kein Arzt verfügbar ....

    Theoretisch könnte der Herr Doktor bei Tageslicht auch ohne Strom eine Notversorgung aufrechterhalten. Ob er zu Hause friert, oder in der Praxis, ist auch schon egal.

    Alfred:

    Vor allem vielleicht auch noch mit Kindern.

    Hab ich zu vermeiden gewußt. Das ist mein Beitrag zur Erhaltung des globalen Öko- und Klimasystems.

  • 13.10.19, 14:10

    Alfred:

     .... ein Meteor die Erde trifft,

    Die Astronomen sind zuversichtlich, daß im nächsten Jahrzehnt mit keinem größeren Objekt zu rechnen ist.

    Lokale Schäden sind zu erwarten, aber die Wahrscheinlichkeit, daß so ein Himmelsobjekt gerade uns trifft, ist deutlich geringer, als die Gefahr, vom städtischen Autobus überrollt zu werden.

    Trotzdem sind sich die Astronomen weitgehend einig, dass in den nächsten 100 Jahren etwa 4 Kandidaten in Frage kommen können (der nächste denke ich so 2032) ... und wir kennen noch nicht alle (potentiell gefährlichen) Objekte, sondern maximal etwa 10%.

    Alfred:

     .... ein Vulkan ausbricht

    In Österreich?

    Die größte Gefahr droht da noch von den Phlegräischen Feldern, aber selbst die hätten auf Österreich keine unmittelbaren Auswirkungen. Langzeitfolgen sind zu befürchten, aber die betreffen einen so langen Zeitraum, daß Du als Privatperson nicht vorsorgen kannst.

    Das Thema kann ich dir nur zur Auseinandersetzung empfehlen. Jeder Vulkanausbruch hat Einfluss auf die gesamte Erde. Er ist nur je nach Größe des Ausbruchs und den Wetterbedingungen.

    Selbst die pegräischen Felder würden bei einem Ausbruch und passendem Wind ganz Europa mit etwa 10-20cm Asche überziehen ... was heisst, sämliches offene Wasser ist vergiftet, die Ernten gehen zugrunde, alle Menschen werden lungenkrank.

    Würde z.B. Yellowstone ausbrechen, hätten wir auf der gesamten Erde etwa 10 Jahre nuklearen Winter.

    Im Falle des Vulkanausbruchs geht es eben auch nicht darum, Jahre nuklearen Winters zu bevorraten, sondern die ersten paar Tage überhaupt einmal zu überleben, bis sich etwas organisieren lässt.

    Und vor allem auch die wichtigen Utensilien zu Hause zu haben ... mindestens Staubmasken, Klebebänder zum Abdichten der Fenster etc. Ganz einfache Sachen, die sich sowieso in mancher Werkzeugkiste finden ... nur sollte man halt schauen, ob sie auch da sind.

  • 13.10.19, 14:04

    Ludwig:

    Alfred:

     .... ein nahezu ungebremster (weil staatlich geförderter) Ausbau von Sonnen- und Windkraftanlagen. Allerdings spricht man in manchen Kreisen hierbei von "Zappelstrom" ... im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die einmal gestartet konstant Energie liefern, ist die Energielieferung von "grünen" Anlagen kaum kontrollierbar.

    Das Netz lebt von der konstanten Einhaltung der Netzfrequenz von 50Hz, die im gesamten Netz ....

     ....... konstant und synchron sein muss. Ansonsten fließen Ausgleichsströme durch die Leitungen, und es kommt zum Ausfall ganzer Starkstromtrassen und daraufhin zu nationalen Zusammenbrüchen der Stromversorgung.

    Aber so weit waren wir doch schon vor Kurzem! In einem Thread, der unsinnigerweise „wählt die ÖVP nicht“ heißt.

    Kaum ein Windrad hat noch einen Synchrongenerator, der bei Überlast mit der Frequenz runtergehen könnte.

    Und Solarzellen liefern sowieso Gleichstrom.

    Frequenz und Phasenlage werden mit gesteuerten Stromrichtern ans Netz angepaßt, lastunabhängig. Die Wahrscheinlichkeit, daß Ausgleichsströme ganze Starkstromtrassen zum Ausfall bringen, ist somit gering.

    Da droht eher noch ein Hackerangriff auf die Steuerung der Lastverteilung. In diesem Fall spielt es aber keine Rolle, welche Art von Kraftwerken die Energie liefert.

    Genau darum geht es eben NICHT. Sondern um die Verfügbarkeit von Leistung über die Zeit. Und nein, die Frequenz ist im Netz nicht konstant, sondern bewegt sich je nach verfügbarer Energie und Last in einem maximal zulässigen Bereich von +/- 2%. Genau dann muss nämlich nachgeregelt werden, und Leistung ans Netz oder vom Netz.

    Alfred:

    Eines der Szenarien die in den letzten Jahren mehr und mehr durch die wissenschaftliche Szene heraufbeschworen wird, ist der Blackout. Was versteht man darunter? Einfach gesagt ... in Europa wird's finster. Berechnungen deuten darauf hin, dass bei einem europaweiten Stromausfall mehrere Tage vergehen, bis Inselbetriebe wieder funktionieren, in Europa wieder ein funktionierendes Stromnetz herzustellen kann 14+ Tage in Anspruch nehmen.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß in Österreich in den nächsten 10 Jahren ein länger andauernder, großflächiger Stromausfall stattfindet, ist denkbar gering. Selbst wenn, gehört Österreich auf Grund der vielen Wasserkraft sicher zu den ersten Inseln, wo der Strom wieder da ist.

    Daß ein paar Gassen stromlos sind, kann schon vorkommen, wenn der Bagger ein Kabel erwischt.

    Die Sicht ist leider falsch. Je nach Szenario ergeben sich unterschiedliche Effekte. Deutschland belastet bereits heute durch seinen Zappelstrom die europäischen Netze. Glücklich die, die noch nicht wie Österreich die Nachtspeicherheizungen abgeschafft haben, und darüber den Strom verbrennen können (was immer eine Sauerei für den Konsumenten war ... die Energiewirtschaft will Stromspitzen los werden, und beim Konsumenten tickt brav der Zähler).

    Wird aber durch ein unglückliches Ereignis die Netzfrequenz in Deutschland zu verzogen, dass zu hohe Ausgleichsströme auftreten, dann rauchen Umspannwerke oder Freileitungen ab.

    Aber ja, Österreich ist durch die Wasserkraft eine ziemliche Insel der Seligen, und wir sind wahrscheinlich - so keine grösseren Schäden aufgetreten sind - relativ schnell wieder autark (sofern keine grösseren Schäden aufgetreten sind) ... nur betreffen zum Einen Ausfälle in Europa dann auch Österreich in ihren Folgen, zum Anderen gibt es nur einige wenige europäische Leitkraftwerke, die dann eine europäische Synchronisation wieder leiten können.

    Alfred:

    Was essen wir in dieser Zeit

    Die Evolution hat uns mit allem ausgestatten, was für das Überleben aller real in Europa zu befürchtenden Stromausfälle erforderlich ist.

    Der Mensch überlebt 30 Tage ohne Nahrung und 3 Tage ohne Flüssigkeitsaufnahme.

    Da liegt halt der Haken darin ... will das auch jeder? Du schaust deiner Famile beim Hungern zu, obwohl die Supermärkte gefüllt sind? Oder gehst Du sie vielleich dann doch genauso wie unzählige andere ausräumen. Und wo nimmst Du deine Flüssigkeit her, wenn es kein Wasser mehr gibt?

    Alfred:

     .... Supermärkte bringen nicht einmal mehr die Türen auf, keine Kassa funktioniert mehr

    Supermärkte müssen auf Grund gewerbebehördlicher Auflagen die Türen auch ohne Strom aufbringen, sonst wären Kunden und Personal drinnen gefangen, wenn im Haus eine Sicherung rausfliegt.

    Und sie werden zweifellos daran interessiert sein, den Warenvorrat abzuverkaufen, bevor er verdirbt. Mit Freuden auch ohne Registrierkassa.

    Das reale Szenario wird eher sein, dass die Supermärkte mal geschlossen halten, und irgendwann einmal (entweder per Order Mufti durch den Staat oder durch die Bevölkerung) aufgebrochen werden. Bzw. das eigene Personal mal die Vorräte zu Hause auffüllt.

    Alfred:

     .... Wo bekommen wir Wasser (die Wasserversorgungen sind auf elektrische Pumpen angewiesen)?

    In Wien funktioniert die Wasserversorgung größtenteils mit dem natürlichen Gefälle der beiden Hochquellenleitungen.

    Wer außerhalb der Städte wohnt und einen eigenen Brunnen hat macht nichts falsch, wenn er ein paar Hunderter in ein Stromaggregat investiert.

    Das ist schön, dass das in Wien funktioniert. Aber selbst in Wien muss Wasser in höher gelegene Bezirke mittlerweie gepumpt werden. Und die ach so modernen Hochhäuser brauchen sowieso Drucksteigerungspumpen. Zu hohe Hochhäuser müssen sogar Zwischentanks zur Druckentlastung der unteren Stockwerke haben.

    Alfred:

     .... Womit heizen wir (im Winter),

    Ein paar Tage mit Thermounterwäsche und Wintermantel beim Küchentisch zu sitzen, und bei Tageslicht ein Buch zu lesen, ist noch kein lebensbedrohliches Szenario.

    Bei vielleicht -10 oder -20 Grad? Viel Spaß. Vor allem vielleicht auch noch mit Kindern. Die dann krank werden. Aber kein Arzt verfügbar ....

    Alfred:

     .... womit kühlen wir (im Sommer) unsere Lebensmittelvorräte?

    Ich hab immer 2 Kühlakkus im Gefrierfach, nicht als Vorbereitung für den Weltuntergang, sondern für den Fall, daß ich einmal nach dem Einkaufen nicht sofort nach Hause gehe. Wenn die im Gefrierfach bleiben, und ich schlichte nach einem halben Tag die verbleibenden Nahrungsmitteln ins Gefrierfach um, halten sie mit Hilfe der Akkus vielleicht noch einen Tag.

    Und bis dahin esse ich sie auf.

    Man kann Lebensmitteln auch mit Leitungswasser kühlen.

    Mit welchem Leitungswasser? Deine Kühlakkus halten sicher noch ein paar Stunden ... also hast Du deinen Gefrierschrank vielleicht 2 Tage ... und dann?

    Alfred:

     .... wenn ich kein Benzin mehr bekomme.

    Unmengen an Treibstoff fürs Auto zu horten ist nur bedingt sinnvoll, der Sprit altert. Wenn gemeinsam mit der benachbarten Lackfabrik auch noch Deine gehorteten Kanister in Flammen aufgehen, bringt Dich das nicht wirklich weiter.

    Sagt ja auch keiner, dass man Sprit horten soll. Wäre auch meistens verboten. Sondern dass man einen Plan braucht, was man tut, wenn die Mobilität eingeschränkt ist.

    Alfred:

     .... keine Kommunikation mehr funktioniert

    Ein batteriebetriebenes UKW-Radio ist auch sinnvoll, vorausgesetzt die Batterien sind halbwegs frisch.

    Das UKW-Radio (kurbelbetrieben ist besser, denn meistens sind Batterien genau dann leer, wenn man sie braucht) ist nur Informationsmedium. Es ist aber kein Kommunikationsmedium. Du kannst trommeln ....

    Alfred:

     .... mit wem kann ich mich zusammenschließen, und vor allem, wie stelle ich das an, wenn ich kein Benzin mehr bekomme.

    Für dieses Problem hab ich jetzt keine Patentlösung parat! Es liegt nicht am Benzin. Veile meiner Freunde erreiche in in weniger als einer Stnde mit dem Fahrrad. Aber, wenn ich dann dort bin, ist das Haustor zugesperrt, ich kann nicht anläuten, weil die Sprechanlage keinen Strom hat und mein Sprechanlagenschlüssel funktioniert aus dem selben Grund auch nicht.

    Ich kann ihn nicht anrufen, daß er aufmachen soll und mit rufen und Steinchenwerfen ist auch nix, da er hofseitig wohnt.

    Es geht auch nicht um Patentlösungen ... sondern nur mal drüber nachzudenken ....

    Alfred:

    Ein paar Gedanken dazu können hier im wahrsten Sinne lebensrettend sein!

    Die Gedanken, die ich mir da gemacht habe, betreffen primär Privatleute.

    Spitäler, öffentliche Einrichtungen, Behörden, ja sogar Mobilfunkbetreiber sollten eigentlich Notstromaggregate und ausreichende Treibstoffvorräte haben, aber das kann ich als Außenstehender sowieso nicht beienflussen.

    Spitäler haben in der Regel einen Dieselvorrat für < 1 Tag. Und da nicht für alle Zwecke sondern nur für die wichtigesten Abteilungen.

  • 12.10.19, 23:27

    Alfred:

     .... ein nahezu ungebremster (weil staatlich geförderter) Ausbau von Sonnen- und Windkraftanlagen. Allerdings spricht man in manchen Kreisen hierbei von "Zappelstrom" ... im Gegensatz zu konventionellen Kraftwerken, die einmal gestartet konstant Energie liefern, ist die Energielieferung von "grünen" Anlagen kaum kontrollierbar.

    Das Netz lebt von der konstanten Einhaltung der Netzfrequenz von 50Hz, die im gesamten Netz ....

     ....... konstant und synchron sein muss. Ansonsten fließen Ausgleichsströme durch die Leitungen, und es kommt zum Ausfall ganzer Starkstromtrassen und daraufhin zu nationalen Zusammenbrüchen der Stromversorgung.

    Aber so weit waren wir doch schon vor Kurzem! In einem Thread, der unsinnigerweise „wählt die ÖVP nicht“ heißt.

    Kaum ein Windrad hat noch einen Synchrongenerator, der bei Überlast mit der Frequenz runtergehen könnte.

    Und Solarzellen liefern sowieso Gleichstrom.

    Frequenz und Phasenlage werden mit gesteuerten Stromrichtern ans Netz angepaßt, lastunabhängig. Die Wahrscheinlichkeit, daß Ausgleichsströme ganze Starkstromtrassen zum Ausfall bringen, ist somit gering.

    Da droht eher noch ein Hackerangriff auf die Steuerung der Lastverteilung. In diesem Fall spielt es aber keine Rolle, welche Art von Kraftwerken die Energie liefert.

    Alfred:

    Eines der Szenarien die in den letzten Jahren mehr und mehr durch die wissenschaftliche Szene heraufbeschworen wird, ist der Blackout. Was versteht man darunter? Einfach gesagt ... in Europa wird's finster. Berechnungen deuten darauf hin, dass bei einem europaweiten Stromausfall mehrere Tage vergehen, bis Inselbetriebe wieder funktionieren, in Europa wieder ein funktionierendes Stromnetz herzustellen kann 14+ Tage in Anspruch nehmen.

    Die Wahrscheinlichkeit, daß in Österreich in den nächsten 10 Jahren ein länger andauernder, großflächiger Stromausfall stattfindet, ist denkbar gering. Selbst wenn, gehört Österreich auf Grund der vielen Wasserkraft sicher zu den ersten Inseln, wo der Strom wieder da ist.

    Daß ein paar Gassen stromlos sind, kann schon vorkommen, wenn der Bagger ein Kabel erwischt.

    Alfred:

    Was essen wir in dieser Zeit

    Die Evolution hat uns mit allem ausgestatten, was für das Überleben aller real in Europa zu befürchtenden Stromausfälle erforderlich ist.

    Der Mensch überlebt 30 Tage ohne Nahrung und 3 Tage ohne Flüssigkeitsaufnahme.

    Alfred:

     .... Supermärkte bringen nicht einmal mehr die Türen auf, keine Kassa funktioniert mehr

    Supermärkte müssen auf Grund gewerbebehördlicher Auflagen die Türen auch ohne Strom aufbringen, sonst wären Kunden und Personal drinnen gefangen, wenn im Haus eine Sicherung rausfliegt.

    Und sie werden zweifellos daran interessiert sein, den Warenvorrat abzuverkaufen, bevor er verdirbt. Mit Freuden auch ohne Registrierkassa.

    Alfred:

     .... Wo bekommen wir Wasser (die Wasserversorgungen sind auf elektrische Pumpen angewiesen)?

    In Wien funktioniert die Wasserversorgung größtenteils mit dem natürlichen Gefälle der beiden Hochquellenleitungen.

    Wer außerhalb der Städte wohnt und einen eigenen Brunnen hat macht nichts falsch, wenn er ein paar Hunderter in ein Stromaggregat investiert.

    Alfred:

     .... Womit heizen wir (im Winter),

    Ein paar Tage mit Thermounterwäsche und Wintermantel beim Küchentisch zu sitzen, und bei Tageslicht ein Buch zu lesen, ist noch kein lebensbedrohliches Szenario.

    Alfred:

     .... womit kühlen wir (im Sommer) unsere Lebensmittelvorräte?

    Ich hab immer 2 Kühlakkus im Gefrierfach, nicht als Vorbereitung für den Weltuntergang, sondern für den Fall, daß ich einmal nach dem Einkaufen nicht sofort nach Hause gehe. Wenn die im Gefrierfach bleiben, und ich schlichte nach einem halben Tag die verbleibenden Nahrungsmitteln ins Gefrierfach um, halten sie mit Hilfe der Akkus vielleicht noch einen Tag.

    Und bis dahin esse ich sie auf.

    Man kann Lebensmitteln auch mit Leitungswasser kühlen.

    Alfred:

     .... wenn ich kein Benzin mehr bekomme.

    Unmengen an Treibstoff fürs Auto zu horten ist nur bedingt sinnvoll, der Sprit altert. Wenn gemeinsam mit der benachbarten Lackfabrik auch noch Deine gehorteten Kanister in Flammen aufgehen, bringt Dich das nicht wirklich weiter.

    Alfred:

     .... keine Kommunikation mehr funktioniert

    Ein batteriebetriebenes UKW-Radio ist auch sinnvoll, vorausgesetzt die Batterien sind halbwegs frisch.

    Alfred:

     .... mit wem kann ich mich zusammenschließen, und vor allem, wie stelle ich das an, wenn ich kein Benzin mehr bekomme.

    Für dieses Problem hab ich jetzt keine Patentlösung parat! Es liegt nicht am Benzin. Veile meiner Freunde erreiche in in weniger als einer Stnde mit dem Fahrrad. Aber, wenn ich dann dort bin, ist das Haustor zugesperrt, ich kann nicht anläuten, weil die Sprechanlage keinen Strom hat und mein Sprechanlagenschlüssel funktioniert aus dem selben Grund auch nicht.

    Ich kann ihn nicht anrufen, daß er aufmachen soll und mit rufen und Steinchenwerfen ist auch nix, da er hofseitig wohnt.

    Alfred:

    Ein paar Gedanken dazu können hier im wahrsten Sinne lebensrettend sein!

    Die Gedanken, die ich mir da gemacht habe, betreffen primär Privatleute.

    Spitäler, öffentliche Einrichtungen, Behörden, ja sogar Mobilfunkbetreiber sollten eigentlich Notstromaggregate und ausreichende Treibstoffvorräte haben, aber das kann ich als Außenstehender sowieso nicht beienflussen.

    Alfred:

     .... ein Meteor die Erde trifft,

    Die Astronomen sind zuversichtlich, daß im nächsten Jahrzehnt mit keinem größeren Objekt zu rechnen ist.

    Lokale Schäden sind zu erwarten, aber die Wahrscheinlichkeit, daß so ein Himmelsobjekt gerade uns trifft, ist deutlich geringer, als die Gefahr, vom städtischen Autobus überrollt zu werden.

    Alfred:

     .... ein Vulkan ausbricht

    In Österreich?

    Die größte Gefahr droht da noch von den Phlegräischen Feldern, aber selbst die hätten auf Österreich keine unmittelbaren Auswirkungen. Langzeitfolgen sind zu befürchten, aber die betreffen einen so langen Zeitraum, daß Du als Privatperson nicht vorsorgen kannst.

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