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  • Was ist so schlimm am Kapitalismus?

    Diskussion · 22 Beiträge · 1 Gefällt mir · 333 Aufrufe

    Vielleicht war gestern jemand aus friendseek mit dabei im Rathaus (Wiener Vorlesungen) ???

    - es waren 1300 Besucher da :-) :-) :-)  !!!!

    Jean Ziegler im Gespräch......

    Er hat ein Buch geschrieben "was ist so schlimm am Kapitalismus?"

    -----Ziegler meint, der Kapitalismus zerstört uns und unsere Lebensgrundlagen. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder wir lassen zu, dass der Kapitalismus uns zerstört oder.... wir zerstören den Kapitalismus.....

    Gruß

    Ingrid - freue mich über Input

    02.04.19, 07:47

Beiträge

  • 18.11.19, 15:33

    Ingrid:


    tollte Conclusio. Vielen Dank Alfred.

    Das Wort Raubtierkapitalismus find ich grenzgenial. Nehme ich sofort in meinen Wortschatz auf.

    Freut mich, möchte ich die Lorbeeren aber nicht einheimsen, ist nicht meine Kreation.

    Letzten Donnerstag war im Zuge der Wiener Stadtgespräche ein Vortag über den ÜBERWACHUNGSKAPITALISMUS.

    Hier Mein Conclusio (to whom it may concern):

    Im Industriezeitalter wurde die Erde ausgebeutet. Da es da nichts mehr zum Ausbeuten gibt, wird jetzt der Mensch ausgebeutet.

    Zur Zeit der Kolonialisierung und des Sklavenhandels war ganz deutlich was passiert. Es gab Mord und Totschlag, Folter etc.

    Bei der heutigen (und künftigen) Ausbeutung des Menschen über die Digitalisierung gibt es kein offensichtliches Leid. Ganz im Gegenteil. Wir glauben, dass es immer besser, bequemer wird und wir immer mehr Vorteile haben).

    Und genau mit diesem Narzissmus, der Neugierde, der Bequemlichkeit fängt man uns.

    Ich hab es so verstanden. Es geht um Verhaltensweisen. Alle meine Verhaltensweisen im Netz werden registriert. Ich schenke sozusagen mein Gesicht her. In dem Moment wo die Verhaltensweisen der Menschen alle gut genug erforscht sind, wird man versuchen unser Verhalten zu steuern.

    Das heisst, wir sind Sklaven und wissen es nicht, weil wir nicht leiden.......

    SCHÖNE NEUE WELT

    Liebe Grüße

    Ingrid

    Um die Menschen zu beeinflussen, brauche ich nichts über sie zu wissen. Das schafft die Werbung und das Marketing bereits seit den 70er Jahren in recht beeindruckender Form.

    Das Wissen wollen ist eigentlich ein ziemlich nutzloses Unterfangen der Unternehmen, ihre Werbungskosten, die mittlerweile ins Unermessliche steigen, über die Kenntnis der Interessen des Einzelnen gezielter einzusetzen (selbst Google ist dazu aber derzeit noch völlig unfähig).

    An der Überwachung weitaus gefährlicher ist die Gesinnungsüberwachung, neue Möglichkeiten wie z.B. in China das "Wohlverhalten" mit Rückwirkungen auf Freiheiten und Kreditwürdigkeit. Auch in Europa wird immer mehr Gesinnungsüberwachung kommen.

    Bei sozialen Netzen geht es vorwiegend um die amerikanische Paranoia. Es gibt Unternehmen, die sämtliche verfügbare Daten (auch die unter Datenschutz) nutzen, um "Feinde der USA" aufzuspüren. Und gerade soziale Netze bieten sehr viele Informationen zu Netzwerken und politischen Einstellungen. Auch die diversen Staatsschutze setzen darauf (in mehr oder weniger guter Qualität) auf.

    Wir sind alle Sklaven ... vor allem von Grossinvestoren. Denn egal was man uns temporär zugesteht, all das bisschen Geld, all diese gespeicherte Arbeitleistung, landet irgendwann unweigerlich bei einem Grossinvestor. Und noch mehr als die bereits erfolge Arbeitsleistung, auch zukünftige Arbeitsleistung (Thema Staatsschulden).

  • 18.11.19, 12:28


    tollte Conclusio. Vielen Dank Alfred.

    Das Wort Raubtierkapitalismus find ich grenzgenial. Nehme ich sofort in meinen Wortschatz auf.

    Letzten Donnerstag war im Zuge der Wiener Stadtgespräche ein Vortag über den ÜBERWACHUNGSKAPITALISMUS.

    Hier Mein Conclusio (to whom it may concern):

    Im Industriezeitalter wurde die Erde ausgebeutet. Da es da nichts mehr zum Ausbeuten gibt, wird jetzt der Mensch ausgebeutet.

    Zur Zeit der Kolonialisierung und des Sklavenhandels war ganz deutlich was passiert. Es gab Mord und Totschlag, Folter etc.

    Bei der heutigen (und künftigen) Ausbeutung des Menschen über die Digitalisierung gibt es kein offensichtliches Leid. Ganz im Gegenteil. Wir glauben, dass es immer besser, bequemer wird und wir immer mehr Vorteile haben).

    Und genau mit diesem Narzissmus, der Neugierde, der Bequemlichkeit fängt man uns.

    Ich hab es so verstanden. Es geht um Verhaltensweisen. Alle meine Verhaltensweisen im Netz werden registriert. Ich schenke sozusagen mein Gesicht her. In dem Moment wo die Verhaltensweisen der Menschen alle gut genug erforscht sind, wird man versuchen unser Verhalten zu steuern.

    Das heisst, wir sind Sklaven und wissen es nicht, weil wir nicht leiden.......

    SCHÖNE NEUE WELT

    Liebe Grüße

    Ingrid

  • 15.11.19, 12:42

    Ingrid:


    Lieber Alfred.

    Das find ich recht interessant, dass du den Kapitalismus nicht (oder nicht direkt) mit dem Umwelt- bzw Klimaschutz in Zusammenhang bringst.

    Ich bringe auch die Konsumgesellschaft und den Überwachungsstaat damit in Verbindung.

    Aber möglicherweise hast du Recht.......

    GELD meine ich macht ALLES kaputt. In den wenigsten Fällen wird Geld (heute) noch für wirklich positive Dinge benutzt

    Liebe Grüße

    Ingrid

    Na ja, schauen wir das Ganze Step by Step man von einer anderen Warte an:

    Geld an sich können wir mal ausser Diskussion stellen. es ist nur eine Tauschware bzw. ein Zwischenmedium. Ich tausche nicht Arbeit gegen Arbeit, sondern ich verwende das Geld als Mittler zwischen zwei Leistungen. Also ist per se am Geld einmal nichts Schlechtes - es ist einfach Gegenwert für eine Leistung. Dieser Gegenwert wird eigentlich erst dann pervertiert, wenn ich mehr Leistung ansammle, als ich für mein eigenes Auskommen brauche. Bzw. wenn ich keine echte Leistung erbringe, dafür aber trotzem Leistung vereinnahme (z.B. Bank, Aktien- und Optionenmarkt).

    Das heisst, das Problem ist nicht das Geld, sondern ist die Anhäufung von Geld. Anhäufung von Geld in einem Maß, dass ich mein Geld arbeiten schicken kann, und selber keine Leistung mehr erbringen muss. D.h. ich stelle mir einen oder mehrere "Leistungserbringer" an, der für mich arbeitet. Auch das wäre noch nicht schlimm, würde es nur um den persönlichen Erhalt gehen, bzw. den Erhalt einer Famile (wie wir es ja bis in die 60er mit den kleinen Kaufleuten hatten). D.h. auch das pervertiert sich nur durch persönliche Gier, immer mehr haben zu wollen, immer mehr persönlichen Luxus oder Arbeitsleistung zu horten, die nie wieder freigesetzt wird => Schaden für die Welt.

    So, lassen wir es jetzt mal dabei, wir haben da schon einen wichtigen Schritt drinnen. Ich habe einen Leistungserbringer, der eigentlich den ganzen Tag nichts anderes tut als Leistung erbringen. Jetzt muss man aber anschauen, warum tut er das, und vor allem, warum tut er das für jemand anderen?

    Grundsätzlich könnte ja jeder der etwas kann, diese Tätigkeit auch selbständig ausüben. D.h. so wie im Indianerstamm einer die Bogen für den Stamm gebaut hat, der Andere die Töpferwaren gemacht hat, oder als Medizinmann die Kranzen versorgt, und dafür von den "Kunden" mit seinem Lebensunterhalt versorgt wurde.

    Ein Rückschritt auf dieses System wurde ja mit den "Leistungsgutscheinen" versucht, die in manchen Gemeinden als "Arbeit auf Gegenseitigkeit" (unter ziemlich freier Auslegung der Nachbarschaftshilfe) eingeführt wurden. Funktioniert natürlich nicht, ist aber grundsätzlich eine recht gute Idee.

    So, warum arbeiten jetzt aber Menschen für jemanden, nur damit der ohne Arbeit Arbeitsleistung (vulgo Geld) einstreichen kann? Das Stichwort, das den Raubtierkapitalismus erst möglich macht (und leider aus Österreich kommt) ist soziale Sicherheit.

    Denn letztendlich geht es jedem Menschen nicht nur darum zu arbeiten (auf die tägliche Animation könnten viele verzichten), sondern letztendlich geht es darum eine Famile zu ernähren. Und das braucht Sicherheit. Zu Zeiten als es nur um die Ausbeutung ging, war das jedem klar, und jeder ist dorthin gegangen, wo er am wenigsten ausgebeutet wurde, oder hat sich halt durchgebissen, und hat dann in seinem kleinen und begrenzten Rahmen (so wie es heute ja auch viel "Aussteiger" machen) seine Leistung angeboten. Auf Kosten seiner sozialen Sicherheit, dafür aber eben ohne ausgebeutet zu werden. D.h. wir haben ähnliches wie heute in schlechten Firmen, die laufend Personal abbauen (fehlende soziale Sicherheit) ... die guten Leute mit Zukunftsperspektive gehen, die schlechten bleiben.

    D.h. letztlich wird der Kapitalismus erst durch das Sicherheitsbedürfnis von 99,9% der Menschen ermöglicht. Dass sie einfach halbwegs motiviert arbeiten und keinen Aufstand machen, so lange sie den Anschein sozialer Sicherheit haben (was sich ja gerade ändert). Ohne diese Eigenschaft der Menschen wäre der Kapitalismus sofort zum Scheitern verurteilt gewesen ... und das war zumindest in den letzten 3-4000 Jahren nicht mehr der Fall.

    Und genau das Gleiche passiert auch beim Thema Umweltschutz. Warum haben wir die Bergwerke jetzt schön langsam alle einstürzen und die wir um Steuergeld sanieren dürfen (Deutschland eh mehr als Österreich)? Warum gab es Zellulosefirmen die Flüsse verschmutzt haben? Warum wurde das alles nicht von den Menschen verhindert?

    Weil es eben immer nur um die persönliche Sicherheit gegangen ist. Um das kleine bisschen Luxus das man sich mit dem Job aus diesem Betrieben ermöglichen konnte, um die soziale Sicherheit eines halbwegs guten Langzeitjobs, das dieser "Umweltschaden" mit sich gebracht hat.

    Genau das Gleiche passiert heute in den Billiglohnländern, egal ob es sich um Tropenholz, Bodenschätze, Palmöl handelt ... das Prinzip ist immer gleich ... Geld kommt, und 99,9% der Menschen die zu feige sind selber etwas zu bewegen, springen dort auf, um in relativem Luxus zu leben.

    Und dieser realtive Luxus ist halt dann auch der Auslöser für die Konsumgesellschaft. Natürlich könnte auch heute noch jeder Kohlen für den Ofen schleppen, könnte jeder sich von Fräulen vom Amt vermitteln lassen ... nur will's eben keiner. Weil wir immer mehr wollen, und uns auch vom Marketing der Konzerne immer mehr eingeredet wird, was wir unbedingt brauchen. An der Stelle also die Verbindung zwischen Gier einerseits, und dem menschlichen Verhalten andererseits.

    Mein Konklusio daraus ... Kapitalismus an sich ist nichts schlechtes ... gute Arbeit und vor allem auch das Risiko des selbständigen Handelns soll auch ihren gerechten Lohn haben. Aber es muss eben auch begrenzt sein, muss aus der Abstraktheit des reinen Geldgebers ohne jede Verantwortung herausgeholt werden ... d.h. Ende der Optionen, Ende der Aktienmärkte. Wie man sieht kann auch das Volk Projekte finanzieren.

    Aber letztendlich hängt alles am sozialen Sicherheitsbedürfnis von 99,9% der Menschen ... und diese "Opfer" sind letztendlich selber schuld, dass es den Kapitalismus überhaupt geben kann. Und drum schaut's auch mit dem Thema Umweltschutz schlecht aus ... weil mindestens 80% der Menschheit noch auf ihr kleines Quentchen Luxus warten ....

    Der Überwachungsstaat ist deshalb notwendig, wenn es eben nicht mehr um Politik für das Volk geht, sondern um Ideologien oder Politik die gegen das Volk gerichtet ist. Darum wird auch in den nächsten Jahrzehnten die Überwachung in der EU weiter zunehmen. Denn letztlich ist unsere Politik von der Industrie finanziert ... von jenen Lobbys, deren Wünsche dann in Gesetzten formuliert werden. Wer hier am Steuer sitzt, zeigt der traurige Verlauf des Konsumentenschutzes über die letzten Jahrzehnte.

  • 15.11.19, 10:57

    Alfred:

    Ein zweites Thema das mir in diesem Zusammenhang noch eingefallen ist,  ist natürlich das Bankensystem, das ein weitaus grösseres Problem ist, bzw. die Wurzel wo "alles Übel" zusammenläuft.

    Banken sind nur das zweitgrößte Übel. Schau Dir noch einmal das Video über Blackrock an, das ich vor einiger Zeit hier verlinkt habe, Du wirst sehen, die Banken selbst sind zum Spielball geworden.

    Und vergiß die Versicherungen nicht.

  • 15.11.19, 08:40


    Lieber Alfred.

    Das find ich recht interessant, dass du den Kapitalismus nicht (oder nicht direkt) mit dem Umwelt- bzw Klimaschutz in Zusammenhang bringst.

    Ich bringe auch die Konsumgesellschaft und den Überwachungsstaat damit in Verbindung.

    Aber möglicherweise hast du Recht.......

    GELD meine ich macht ALLES kaputt. In den wenigsten Fällen wird Geld (heute) noch für wirklich positive Dinge benutzt

    Liebe Grüße

    Ingrid

  • 14.11.19, 17:59


    @Ingrid:

    Ich würde das Thema Kapitalismus nicht unbedingt mit Umweltschutz in direktem Zusammenhang bringen. Denn die grössten Umweltsünden passieren nicht deshalb, weil es Kapitalismus gibt, sondern weil es eben Staaten gibt die produktiver und reicher sind als andere, sich deshalb mehr Luxus leisten können. Und für diesen Luxus arbeiten Menschen in anderen Ländern, um Geld zu verdienen, und sich irgendwann ebenfalls den gleichen Luxus leisten zu können.

    Es geht also nicht um eine Schicht "böser Kapitalisten" (auch, aber nicht ausschließlich), sondern primär darum, dass sich reiche Staaten einfach Luxus leisten können. Luxus der eben auf Kosten jener Staaten geht, die ihre Ressourcen und ihre Umwelt dafür verkaufen müssen, um irgendwann auch diesen Status zu erreichen, so wie wir es ja auch gebietsweise noch vor 1-2 Jahrhunderten mit unseren eigenen Land gemacht haben.

    ---------------------------------

    Ein zweites Thema das mir in diesem Zusammenhang noch eingefallen ist,  ist natürlich das Bankensystem, das ein weitaus grösseres Problem ist, bzw. die Wurzel wo "alles Übel" zusammenläuft. Banken beeinflussen die Weltwirtschaft, belügen und betrügen, und das nicht mit einenem Geld, sondern perverser Weise mit dem Geld der Betroffenen. Denn alles staatliche Geld, alle Rentenkassen, alle Firmengelder liegen heute grossteils in Fonds. Fonds die den Banken das Geld verschaffen, beliebig in die Weltwirtschaft einzugreifen, Aktienkurse und Werte von Unternehmen zu manipulieren.

  • 14.11.19, 09:03 - Zuletzt bearbeitet 14.11.19, 09:05.


    Liebe Alle (Interessiere) !

    Ich zitiere hier einen Satz von Manfred Schumi aus der gestrigen Kronenzeitung (Artikel "offen gesprochen") zum Thema Türkis-Grüne Koalition

    "im Gegensatz zu früheren Zeiten stehen an der Spitze großteils Realpolitiker, denen eines bewusst ist: Es geht nicht darum um jeden Preis Umweltschutz druchzusetzen, wenn es auf Kosten der Betriebe und der Arbeitsplätze geht"

    BITTE ! Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

    Ich könnte den Auszug auch im Thread vom Klimawandel posten.......

    Wie Ziegler bin ich der Meinung, dass WIR (Konsumente) das System (Politik, Wirtschaft, Industrie, etc) zum Fall bringen können und müssen.

    Haben wir schlussendlich nicht vielleicht doch nur ZWEI Möglichkeiten ?!?!? :

    - entweder das System bricht von sich aus zusammen ..... langsam und in nicht absehbarer Zeit (mit     dem "kleinen NEbeneffekt", dass sich der Mensch in der Zwischenzeit selbst zerstört und seine Lebensgrundlagen

    - wir (Konsumenten :-)) sorgen dafür, dass das System ganz schnell zusammenbricht. Vielleicht hamma dann nicht mehr so ein kuschelig warmes bequemes Leben aber wir hätten die Chance UNSERE LEBENSGRUNDLAGEN auf dieser Welt zu retten

    Herzlichst

    Ingrid

  • 25.10.19, 17:39

    Ich denke, da muss man unterscheiden.

    Gemäßigter und vor allem verantwortungsvoller Kapitalismus, d.h. lokale "Reiche", die gleichzeitig auch soziale Verantwortung im Land tragen, ist keine schlechte Sache und hält die Wirtschaft auch seit dem alten Ägypten am Laufen, ermöglicht kulturellen Austausch und mit entsprechender Politik dahinter auch Wohlstand.

    Das was sich seit dem 2. Weltkrieg in den USA entwickelt hat, ist aber der sogenannte "Raubtierkapitalismus" ... d.h. frei nach Darwin ... der Stärkste gewinnt ... und seitdem herrsch Krieg. Nicht mehr mit Bomben ... denn das ist ineffektiv (bzw. nur in Staaten effektiv wo das Volk keine Ressource ist, sondern es nur um die Bodenschätze geht), weil es Ressourcen zerstört und Aufwendungen in den Wiederaufbau notwendig macht ... sondern auf Wirtschaftsebene. Es geht nicht mehr um Leben und Leben lassen, sondern nurmehr darum zu gewinnen, reich zu werden.

    Das fiese am Raubtierkaitalismus ist, dass er die Struktur unter dem Kapitalisten auch scheinbar am Gewinn beteiligt (das wäre ein längeres Thema). Und damit allen eine Karotte vorhält, der die meisten Menschen nachlaufen. Ganz klassisch das amerikanische "vom Tellerwäscher zum Millionär" ... wenn das so einfach wäre, gäbe es weniger Tellerwäscher (die sind mittlerweile durch Geschirrspüler ersetzt), und viel mehr Millionäre.

    Darum sind Nationalstaaten so wichtig. Denn nur in diesem Rahmen ist eine sozial weitgehend verträgliche Kapitalanhäufung und eine Kontrolle des Fremdeinflusses möglich ... genau das, was die EU (aus amerikanischem Interesse) unmöglich gemacht hat. Denn ... es gibt derzeit noch keinen anderen Markt als Europa, den US Investoren ausbeuten können um reicher zu werden. Also muss Europa "erobert" werden. Und dieser Einfluss ist natürlich über eine zentrale Regierung weitaus leichter als über die Beeinflussung separat geschützter Nationalstaaten.

  • 25.10.19, 17:07

    Der Kapitalismus an sich ist weder gut noch schlecht, es ist ein Wort - mehr nicht -  was Menschen ( oder soll man sagen die 18 % egoistischen, gierigen machtbesessenen Ars...cher allerdings daraus und damit machen (und die restlichen 82% zulassen) - das ist schlecht und zerstört die Welt . 

  • 24.10.19, 23:56

    Ingrid:

    Was der Digitalkapitalismus jetzt zur Vollendung bringen wird :-(

    Auch zu diesem Thema liefert der Podcast, den ich im Thread "Jö-Club" verlinkt habe, sehr erschreckende Informationen.

  • 24.10.19, 13:59


    Hallo Waldo. Bin komplett bei Dir.

    Es ist nicht rhetorisch gemeint, sondern "ironisch".

    Es geht bei Ziegler natürlich darum, dass der Kapitalismus alles (uns und unsere Umwelt) zerstört (hat).

    Was der Digitalkapitalismus jetzt zur Vollendung bringen wird :-(

    Gruß von Ingrid

  • 24.10.19, 07:51

    Also, ich bin schon fassungslos allein über die Fragestellung. Ok, wenn sie von Jean Ziegler stammt, ist sie natürlich eine rein Rethorische.

    Doch ich mache den Kapitalismus für all den Werteverfall verantwortlich, unter dem ich echt leide.

    Alles ist oberflächlich geworden. Alles wird bewertet, gemessen, beurteilt ... Alle haben nur mehr Bewertungs- Scheuklappen auf, rennen, hasten, stolpern ...

    Um wieviel mehr ist doch der Mensch und das Leben, als es heute gesehen wird!

    Selbst bis hierher in solche Foren sind die Auswirkungen bemerkbar. Wo ist das Wunder Mensch hingekommen!? Es wird hier gecastet, als ob man menschliche Werte tatsächlich nach so einem läppischen Profil schon beurteilen könnte ...

    Ach, ich hör eh schon auf zu jammern ...    ;-)

    Ich lass mich eh nicht in diese oberflächliche Welt ziehen, sondern mach mein Ding   :-)

    Liebe Grüße!

  • 26.07.19, 15:39

    Suela:

    Hi, ich bin woanders geboren und aufgewachsen wo Kommunismus und die Diktatur das Leben zerstört hat.... Dort wurde man seelisch und mental einfach mißbraucht   wo Unschuldige Menschen Exekutiert und ohne Prozess hingerichtet wurden, wo die Familien Jahre lang im Arbeitslager hingebracht wurden, wo unsere Eltern nach 40 Jahren Arbeit, nur 100 Euro als Rente bekamen.... Und noch und mehr zu berichten.............

    Der Kommunismus ist die perfideste Form des Kapitalismus. Denn er spiegelt das, was hier grad geplant ist. Verarmung der Massen, Abschaffung von Meinungsfreiheit und totale Kontrolle . In all diesen Ländern auch der DDR, war nur die Gruppe derer, die profitiert haben und in Saus und Braus gelebt haben noch kleiner als derzeit bei uns.

  • 26.07.19, 15:37

    Ansi:

    https://www.friendseek.com/community/friendseek/forum/freizeit/sonstiges/848/was-ist-so-schlimm-am-kapitalismus

    Hallo Ingrid! Die Frage hast du schon gestellt u. 40 Beiträge erhalten!!!!

    Jetzt  willst du nochmal die Frage stellen u. hier eine Diskussion beginnen!!?? Finde ich etwas unverständich! Lg A.

    Wieso?  Das Thema Klima wurde ja auch nochmal eingestellt. Und wie man sieht doch noch sehr gut besucht... Es kommen ja vermutlich täglich neue user hier an, die daran vielleicht auch Interesse haben.

  • 26.07.19, 15:36

    Ingrid:

    Vielleicht war gestern jemand aus friendseek mit dabei im Rathaus (Wiener Vorlesungen) ???

    - es waren 1300 Besucher da :-) :-) :-)  !!!!

    Jean Ziegler im Gespräch......

    Er hat ein Buch geschrieben "was ist so schlimm am Kapitalismus?"

    -----Ziegler meint, der Kapitalismus zerstört uns und unsere Lebensgrundlagen. Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder wir lassen zu, dass der Kapitalismus uns zerstört oder.... wir zerstören den Kapitalismus.....

    Gruß

    Ingrid - freue mich über Input

    Erstellt: 02.04.19, 07:47

    7 Beiträge

    164 Aufrufe

    Nix. Sofern er nicht aus den Fugen gerät, was leider geschehen ist. Soziale Marktwirtschaft ohne nicht staatlichen Gelddruck hat gut funktioniert-..

  • 26.07.19, 13:40

    ganz genau! Sunnymare .....

    in den westlichen Gesellschaften existiert heute ein umfangreicher institutioneller Apparat zum Schutz der Menschenrechte, der das Recht auf freie Entfaltung eines jeden Menschen propagiert.

    Marcuse hat dazu eine interessante Bemerkung gemacht: "die Toleranz, die wir im Westen genießen, ist repressiv. Sie endet an den Grenzen der Warengesellschaft. Wer immer etwas fordert oder tut, was das Funktionieren dieses Systems infrage stellt oder beeinträchtigt, wird sofort aus der Diskussion ausgeschlossen.  Er wird denunziert, pathologisiert, marginalisiert. Oft erlebt er soziale Repression (durch Einweisung in eine psychiatrische Klinik, durch Kriminalisierung des Protestes und so weiter), kurzum Isolation "

  • 10.04.19, 16:59

    Wieso zerstört uns der Kapitalismus? 

    Vor 200 Jahren noch ist es nur einigen Menschen so gut gegangen wie heute der breiten Masse.

    Es gibt Milliardäre, die niemals genug haben wollen, aber genauso gibt es Menschen, die keinen Beitrag zum Gemeinwohl beitragen wollen.

    Die meisten Menschen aber haben einen guten Instinkt, wie sie ihr Leben in Eigenverantwortung leben können.

     Darum bin ich der Meinung, man soll die Menschen machen lassen,.... mit Freiheit, Rechten und Würde.

  • Für mich ist der wesentliche Unterschied zwischen den beiden sogenannten Extremen Kommunismus und Nationalsozialismus, dass die Grundidee des Kommunismus sehr gut ist, nur ist sie für das zu Ende gehende Anthropozän leider ungeeignet. Nationalsozialismus und alle anderen Formen von Rassismus waren von Anfang an keine Alternative sondern vollkommener Unsinn. Natürlich besteht die vage Möglichkeit dass meine Meinung durch ein kommunistisches Beuteltier indoktriniert wurde :-) 

  • ✗ Dieser Inhalt wurde gelöscht.
  • 05.04.19, 20:49

    Hi, ich bin woanders geboren und aufgewachsen wo Kommunismus und die Diktatur das Leben zerstört hat.... Dort wurde man seelisch und mental einfach mißbraucht   wo Unschuldige Menschen Exekutiert und ohne Prozess hingerichtet wurden, wo die Familien Jahre lang im Arbeitslager hingebracht wurden, wo unsere Eltern nach 40 Jahren Arbeit, nur 100 Euro als Rente bekamen.... Und noch und mehr zu berichten.............

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