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  • Altlasten in Beziehung/Partnerschaft

    Frage · 8 Antworten · 4 Unterstützer · 1.061 Aufrufe


    Das Wort „ Altlast“ ist recht individuell geprägt. 

     Frage1.Was bedeutet es  für euch persönlich?

    Frage2. Wie geht ihr dabei mit euren PartnerInnen um, wo sich „Altlasten“ negativ auf die gemeinsame Beziehung auswirken?

    03.08.21, 05:14 - Zuletzt bearbeitet 03.08.21, 05:18.

Antworten

  • 04.08.21, 09:32

    Altlasten sind für mich noch offene Themen mit der Vergangenheit, wobei ich persönlich das Wort nicht verwende, da es für mich sehr negativ klingt, sondern eher "Baustellen". 

    Denn oftmals stürzt man sich von einer Beziehung in die nächste, ohne die vorige reflektiert zu haben, seinen eigenen Anteil am Scheitern sieht man nicht. 

    Zu Punkt2 noch, wie ich damit umgehe? 

    Mhmm... langsames Kennenlernen, nicht sofort gleich eine neue Beziehung eingehen, und wenn ich merke, da sind noch zu viele Baustellen im Leben dieser Person, dann gehe ich keine Beziehung mit ihm ein. So groß kann der Hormonrausch gar nicht sein. 

    Als beste Antwort ausgewählt
  • 30.09.21, 13:35

    Zu 1: Ich kenne den Begriff sehr oft von Frauen, die es auf Profilen schreiben, da sie (vermutlich) die Erfahrung gemacht haben, dass Männer wenig reflektieren können und daher oftmals noch mit der alten Beziehung zu kämpfen haben. 

    Zu 2: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sehr oft viel zu früh sich in den Datingdschungel gestürzt wird. Oftmals merken dann die Frauen beim ersten Date erst.. ich noch nicht bereit oder es geht mir zu schnell (obwohl man nur spazieren war ohne Nähe). 

    Erfahrungsgemäß braucht man ungefähr 15% der vergangenen Beziehung als Trennungszeit (gilt für Frauen... nicht für männliche Narzisten ;-) ), um wieder offen zu sein. 

    Ein verbreitetes Problem ist (gefühlt jede Frau) kommt aus einer Beziehung mit einem Narzisten oder wurde betrogen/belogen (schwer verletzt) und hat dadurch Bindungsangst oder ein Nähe Distanz Problem (wie Alfred richtig erkannt hat). 

    Diese Frauen erkennt man an sehr schnell zugewandt und dann wegstoßen (Kontakt wird unerwartet beendet) oder sie wollen den vom Narzisten "selbstbewußten" Part, aber den liebevollen Mann in einer Person. 

    Für mich sind Altlasten daher... wenn man emotional noch in der Ex Beziehung hängt oder der Schmerz noch vorhanden ist (Angst nochmal verletzt zu werden). Es hilft dann Therapie oder "Das innere Kind" zu analysieren. Es verrät einem auch über das Beuteschema einiges. 

  • 05.08.21, 12:30

    Ich finde es extrem wichtig, erst mit sich selbst ins Reine zu kommen, bevor man eine neue Beziehung eingeht, nur so kann man "Altlasten" hinter sich lassen. Wenn man das nicht tut, kann man sich nicht auf das Neue konzentrieren, weil das Alte immer im Wege steht.

  • 05.08.21, 02:35

    Danke für alle konstruktiven Beiträge! Zurück zum eigentlichen Thema möchte ich dazu anmerken, dass doch schon jeder für sich selbst wissen sollte welche Schwierigkeiten er mit sich herumschleppt /aufgearbeitet hat/oder nicht. Für mich gilt auf jeden Fall: „ Beziehungsarbeit gilt für beide Teile (wenn diese das auch wirklich wollen ) 

    und Therapiestunden gehören zum Fachmann/-frau 

    fazit gilt: es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben 

  • alfred, natürlich arbeitet man gemeinsam an problemen, aber wenn sich eine seite verweigert, dann hat das nichts mit liebe sondern egoismus zu tun.

    und natürlich gibt es probleme, die prof. hilfe nötigt, aber alles muss  in einem zeitlichen wie emotionellen rahmen abhandelbar sein, der wiederum von der problemgröße mitbestimmt wird.

    der spruch "wie in guten und schlechten" hilft ja nur dem egoisten, der auf kosten anderer leben möchte...  nein, es muss schon klar differenziert werden. es gibt genug opfer in beziehungen beider geschlechter.

    wie gesagt, man hat nur ein leben... dass sollte man schon achtsam leben und glücklich sein

  • 04.08.21, 13:45 - Zuletzt bearbeitet 04.08.21, 13:55.

    Vielleicht sinnvoll, zu dem Thema anzuschauen:

    https://www.youtube.com/watch?v=LXJcW51p9o0

    Die Quintessenz daraus ... Menschen mit Beziehungsangst suchen Gründe, warum eine Beziehung nicht funktioniert. Menschen ohne diese Ängste gehen aufeinander zu und arbeiten konstruktiv an einer erfolgreichen Partnerschaft.

  • altlasten sehe ich als unsicherheiten, ängste, verletzungen, oder ungewollte verhaltensmuster, bzw. unerfüllte wünsche sein. es können aber auch finanzielle lasten sein ...

    natürlich können es auch durchaus gewollte aber in der neuen beziehung nicht opportune wünsche oder verhalten sein...

    für mich ist es das natürlichste der welt, diese locker mit der partnerin und umgekehrt zu reflektieren und falls notwendig auch daran zu arbeiten, wobei es nicht unbedingt im negativen zu sehen ist...

    prinzipiell ist das leben wunderbar und mit dem richtigen partner ein traum, dem kaum etwas im wege stehen kann... 

  • 03.08.21, 12:22 - Zuletzt bearbeitet 03.08.21, 12:26.

    Zu dem Thema muss ich vorausschicken, dass Altlasten sehr oft falsch gesehen werden. Altlasten sind weniger eventuelle Kinder (die schon gar nicht), sind auch keine früheren Partner (mit denen man ja noch befreundet sein kann), Kritischer ist schon, wenn man mit einem Partner noch nicht abgeschlossen hat. Aber das sind Themen mit denen man umgehen kann.

    Für mich persönlich sind kritische Altlasten Prägungen aus der Kindheit, aus Partnerschaften und aus Lebensereignissen, die letztendlich zu partnerschaftsstörenden Lebenseinstellungen, Glaubenssätzen oder Gewohnheiten führen, bis hin zu psychischen Beeinträchtigungen wie Egozentrik, Narzismus, Depression etc..

    Was für mich wichtig ist, dass eine Partnerin bereit ist, an ihren eigenen Themen zu arbeiten, und sie nicht zur Lebensmaxime zu erheben. Da ich ein sehr konzilianter Mensch bin, möchte ich nicht in einem ständigen Kampfgebiet leben, sondern Dinge die in einer Beziehung nicht passen mit meiner Partnerin gemeinsam ausdiskutieren und lösen können. Es lässt sich vieles verändern, wenn beide positiv an der Partnerschaft arbeiten wollen ... und das ist für mich Voraussetzung.

    Wenn bereits Kleinigkeiten zu riesigen Problemen bis hin zu einem Abbruch der Beziehung führen, dann geht mit der Zeit halt das Vertrauen in diesen Menschen verloren, dass hier wirklich Interesse an einer positiven Beziehung vorliegt bzw. der Andere eine konstruktive Beziehung auf Grund seiner Altlasten überhaupt führen kann.

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